Molvenosee 2015

Molvenosee? Da waren wir doch erst letztes Jahr?

Richtig! Und weil's so schön war, sind wir dort gleich nochmal hin. Fast hätten wir das Hotel vom letzten Jahr nicht wieder bekommen, aber es ging sich dann doch aus. Und so fuhren wir vom 4. bis 7. Juni wieder gen Süden, dieses Mal mit 18 Fahrzeugen.

Tag 1: Anreise

09:00 Uhr: 
Gepäck: verstaut
Tank: Voll
Reifendruck: Tourdruck eingestellt
Sonnencreme: eingepackt
Gutes Wetter: jepp
Gute Laune: auch dabei

Es kann losgehen! Treffpunkt war ein Parkplatz in Unterpinswang direkt an der deutsch-österreichischen Grenze. Als ich ankam, waren die ersten schon da und gerade dabei, in weisser Voraussicht Sonnencreme aufzutragen. Das gab feuchte Händedrücke zur Begrüßung! :-)
Nach und nach fanden sich alle Teilnehmer ein und allen stand die Vorfreude ins Gesicht geschrieben.

Um viertel nach 10 wurde zur Abfahrt geblasen und 18 Autos machten sich auf den Weg - bzw. reihten sich in den Stau auf dem Fernpass ein... es ging aber bald wieder besser vorwärts und über das Ötztal näherten wir uns dem ersten Zwischenziel: dem Tankstopp in Sölden. Danach die Mittagspause in Zwieselstein beim Brückenwirt.
So sind MX5-Fahrer: zuerst das Auto, dann der Mensch... ;-)

Gut gestärkt packten wir das Highlight des Tages an: das Timmelsjoch! Wir hatten Glück und ziemlich freie Fahrt; den Polizisten mit seinem Messgerät enttäuschten wir aber. Die richtige Abzweigung erwischen, VW-Bus überholen und dann versuchen, am "rülpsenden" Porsche dranzubleiben - und Spaß haben!
Ausserdem tat die erfrischend kühle Luft dort oben ganz gut - wir wussten zu dem Zeitpunkt ja noch nicht, was uns auf der weiteren Fahrt für eine Hitze erwartet.

Meran - ein Hitzekessel! Wir schafften es trotz der Hitze und des Verkehrs zusammenzubleiben - auch dank der guten Durchsagen von Jens über Funk, denn zumindest mein Vordermann war ab und an ausser Sichtweite.

An einer Abzweigung gingen dann plötzlich einige Autos verloren, da die einen richtig fuhren, die anderen dem Navi von Jens folgten. Nach einiger Verwirrung (5 Minuten Gespräch über Funk um festzustellen, dass man 20 Meter auseinandersteht - die Hitze war schuld) waren alle wieder auf dem Weg Richtung Hotel; einige alllerdings nicht mehr ganz so rasant, da Ossi einen Schaden hatte (am Auto!)

Pünktlich zur Stammtischzeit waren wir im Hotel und konnten den allmonatlichen Stammtisch im Freien vor toller Kulisse abhalten - so einen Stammtisch gibt's nur einmal im Jahr!

Nach einem tollen Abendessen liessen wir den Abend gemütlich ausklingen, die einen auf der Terasse, die anderen im Aufenthaltsraum bei einem günstigen Kickerspiel.

Tag 2: Der Nardis-Wasserfall

Nach einem herrlich erholsamen Schlaf aufstehen, Vorhänge aufreissen und den Ausblick auf die Baustelle auf der anderen Seite genießen - ach, ich vergaß, kein Zimmer zur Seeseite. Ich beneide alle, die ein Zimmer mit Seeblick hatten; aber wirklich schlimm war es nicht, denn sooo viel habe ich mich in meinem Zimmer gar nicht aufgehalten.

Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück und nachdem alle die Wahl des Abendessens gemeistert hatten (sind wir mutig oder lassen wir die Kellnerin übersetzen?), trafen sich nach und nach alle bei den Autos und bereiteten sich auf die anstehende Tagestour vor, der Großteil mit Putzen. 

Schnell noch die Actioncam montieren, und es kann losgehen. 
Grob gesagt ging es zunächst Richtung Augsburg, aber nur bis Sanzeno, wo wir links ab in die Brenta-Dolomiten eintauchten. Bis Monclassico folgten wir dem Fluss Torrente Noce, ab da ging es weiter nach Madonna di Campiglio. Kurz darauf bogen wir rechts ab in ein kleines Seitental zum Nardis-Wasserfall, wo wir Mittagsrast machten und gut aßen. Bei manchen war die Vorfreude aufs Essen besonders lange, aber zum Schluss hatten dann doch alle etwas zu Essen vor sich, und auch der Löffel konnte organisiert werden. 

Nach dem Essen spazierten wir zum Wasserfall und genossen die Abkühlung durch die Gischt; einige trauten sich sogar in den Fluss, was anderen wiederum zu kalt war. Nach dieser ausgiebigen Pause setzten wir uns wieder in unsere nicht ganz so kühlen Autos und fuhren gen Süden in Richtung Tione di Trento - selbstredend nicht ständig der Staatsstraße folgend, sondern auch über eine kleine, nicht ganz kurvenarme Seitenstraße :-)
Schlussendlich kamen wir über San Lorenzo am Molvenosee vorbei wieder ins "Basiscamp", wo wir uns Paraglider-beobachtend auf der Terasse erholen konnten. 

Tag 3: Der Gardasee und das Navi

Heute war unser Ziel der "grottige Wasserfall" (Grotta Cascate Varone) in Riva del Garda, danach gab es "frei", bevor man sich am Abend wieder am Molvenosee-Ufer zur Tretboot-Regatta der MX5-Freunde Augsburg treffen wollte.

Bereits am Vormittag war es gut warm, und so verzichteten einige auf die empfohlene Regenjacke in der Grotte. In dieser Grotte bei Riva gibt es nämlich einen Wasserfall, der an den Wänden gut zerstäubt wird und somit für angenehme Kühlung sorgt (angenehm zumindest bei diesen Temperaturen!)
Dazu gab es beruhigende Musik auf die Ohren.

Nachdem alle wieder getrocknet waren und alle Fotoapparate dieses Erlebnis gut überstanden hatten, bildeten sich kleinere Gruppen mit unterschiedlichen Zielen. Jens bot mir spontan an, mit ihm zusammen das Hotel für nächstes Jahr auszukundschaften. Das liess ich mir nicht zwei Mal sagen und wir machten uns zu zweit zielstrebig in Richtung Tremosine auf.

Das mit dem "zielstrebig" änderte sich bald, da uns zunächst die genaue Adresse des Hotels fehlte. Dies eröffnete uns die Möglichkeit, mehrere schöne Sträßchen mit vielen Kurven mehrmals zu befahren - leider meist mit Wohnmobilen oder "Eismann"-LKW vor uns. (Wenn der uns wenigstens ein Eis spendiert hätte!). Letzten Endes kamen wir aber doch am Ziel an, wo wir eine Führung durch das Hotel bekamen und schon mal Zimmer in Augenschein nehmen konnten. Zudem gönnten wir uns eine kleine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Der Rückweg... den werden wir wohl nie vergessen :-) Wir wollten uns zu einer bestimmten Zeit mit einigen anderen MX-5 auf dem Parkplatz vor der Grotte treffen. Das Navi von Jens hatte aber was anderes vor. Jens bemerkte es schnell, aber da waren wir schon in einem Tunnel, der ein Wendemanöver unmöglich machte. Und der Tunnel war LANG... und am Ende waren wir fast am Ledrosee!

Mit leichter Verspätung kamen wir am Treffpunkt an und sammelten die anderen ein. Jens und ich fuhren vorneweg, die Beifahrerinnen der anderen Fahrzeuge erfreuten sich an unserer sehr moderaten Fahrweise. Wir dagegen hatten nur noch die Tankanzeigen im Blick und rechneten aus, wann wir stehenbleiben würden... Gerade noch so schafften wir es langsam rollend zur Tankstelle und füllten auf.
Direkt danach kam eine Pass-Straße und die Freude der Beifahrerinnen hinter uns war zu Ende :-D
Wir brauchten diesen Ausgleich nach dem Gekrieche einfach ;-)

Am Ufer des Molvenosees angekommen, fanden sich dann tatsächlich ein paar Bootsbesatzungen zusammen, wobei eine das Treten dem Motor überließ... die MX5-Fahrer dagegen waren sportlich unterwegs; wobei ich das Privileg des Fotografen genoß und nicht treten musste (Oooohh...)
Nach einer sehr lustigen Stunde auf dem Wasser kamen wir rechtzeitig vor dem Gewitter wieder ans Ufer und danach sogar noch trockenen Fußes zurück ins Hotel. Das Gewitter dauerte allerdings nicht lange und wir genossen den Abend noch, wobei einige beim Anblick alter Touren-Fotos auf Jens' Laptop in Erinnerungen schwelgten. (Die Mode der 80er hatte man schon erfolgreich verdrängt!)

 

 

Tag 4: Die Rückreise

Bei schönstem Wetter mussten wir am Sonntagmorgen leider wieder abreisen...

Nachdem alle Autos geputzt und gepackt waren, verabschiedeten wir uns von denen, die noch bleiben wollten oder mit anderem Ziel weiter reisten - und natürlich auch vom supernetten Hotelpersonal!

Und wieder ging es mit Ziel Timmelsjoch auf Tour, dieses Mal eben aus der anderen Richtung, was genauso interessant sein kann. Kann, nicht muss, denn die meisten hingen hinter einem Van fest, der mit Fleiß bis kurz vor der Passhöhe niemand überholen ließ. Herzlichen Dank dafür!

Das Essen beim Brückenwirt schmeckte danach trotzdem allen; und weiter ging es Richtung Stau, ääh Fernpaß.
The same procedure as every year... Fernpaß und Sonntagnachmittag in der Urlaubszeit, da gehört der Stau einfach dazu, wobei es in unserem Falle noch erträglich ablief. 

Und so kamen wir geschafft von der Hitze, aber glücklich in Pinswang an, tankten auf und machten ein letztes Gruppenfoto. 

Ein riesengroßes Dankeschön an Jens, Manu und die "Chefin am Funk" für diesen tollen Kurzurlaub, es hat allen wieder riesig Spaß gemacht.