Tornante, Tornante reloaded!

(inkl. Bonusmaterial)

19.06.: Anreise

9:30 Uhr in Deutschland: ich bin unterwegs nach Füssen zu unserem Treffpunkt. Mein Navi lotst mich zur Ausfahrt nach dem Grenztunnel; da der Verkehr auf der A7 stockt, bin ich etwas spät dran. Daher gebe ich kurz vor Füssen über Funk durch, dass ich nur noch ein paar Minuten brauche.

Im selben Moment kommt mir die Kolonne MX-5 mit Jens an der Spitze schon entgegen - der auf Google Maps auserkorene Parkplatz ist gesperrt! Also ging es raus aus Füssen zum nächst besten Parkplatz.

Dort war erst einmal großes Hallo und guten Morgen angesagt und es gab die ersten neugierigen Blicke von ein paar Radfahrern, die sich über die 15 MX-5, einen Audi TT sowie einen Porsche Boxster wunderten.

Nach einer kurzen Begrüßung von Jens ging es dann los in Richtung Süden: zunächst quer durch Österreich ins Ötztal, wo in Sölden ein erster Tankstopp angesagt war. Alle machten den Tank voll und Mögsi sich bei der österreichischen Gendarmerie bekannt :-)

Nur wenige Kilometer weiter konnten wir uns beim Brückenwirt in Zwieselstein den "Tank" füllen. Hier wurde Mögsi von der Vergangenheit bzw. einem Motorradfahrer eingeholt und es klärte sich alles auf - gut so.

Im wahrsten Sinne des Wortes der erste Höhepunkt der Reise war nach dem Mittagessen das Timmelsjoch, wo wir uns die gute Laune durch nervige Biker nicht vermiesen ließen.

Auf dem nächsten Pass - Gampenpass - bremsten uns dann Holztransporter, die für ihre Fracht aber noch recht flott unterwegs waren.

Etliche Kurven später kamen wir am Hotel Londra in Molveno an, wo uns die freundliche Chefin einwies und uns z.T. Zimmer mit "Meerblick" gab.

Die erste Überraschung: die Zimmer sind alle einwandfrei, der Blick auf den See mit den Bergen im Hintergrund einfach genial! Ich persönlich hatte statt Seeblick den Blick auf unsere hübschen Autos und eine Junior Suite erwischt :-)

Die zweite Überraschung: das Abendessen! Ein tolles 3-Gänge-Menü, reichlich und wirklich gut.

20.06.: Tag 2, Shopping in Kaltern

Nach einem reichlichen Frühstück bekamen wir Infos zur heutigen Tour und machten uns auch zügig auf den Weg.

Aber schon nach wenigen Kilometern trennten sich unsere Wege, als an einer unübersichtlichen Abzweigung (genauer gesagt ein Labyrinth aus Abzweigungen) jemand seinen Hintermann verlor und so ein Teil in die falsche Richtung fuhr. Nach einigen Anläufen waren wir jedoch alle wieder zusammen und konnten als eine Kolonne durch die Dörfer fahren und viele Italiener begeistern - das ganze selbstverständlich bei bestem Wetter!

Über den Mendelpass (ohne größere Bremsklötze) kamen wir zu unserem Zwischenziel: zum Lipphof in Eppan. Ein Restaurant bzw. eher eine Alpe, wunderschön am Berg gelegen mit einer an diesem Tag hervorragenden Fernsicht!

Da dieser Ort so schön und das Essen so gut war, dauerte der Aufenthalt etwas länger als geplant. Da bereits am Morgen etwas Zeit liegen geblieben war, wurde die Tour etwas gekürzt und wir fuhren wieder über den Mendelpass nach Kaltern zum "Shoppen".

Zwei der jüngeren Teilnehmer dachten zuerst aber nicht ans Shoppen, sondern ans Echsen fotografieren, gell Julia?

Während die einen Shoppen gingen, sind einige von uns zielstrebig ins nächste Eiscafe, haben sich ein Eis geholt und genossen die Sonne am Brunnen auf dem Marktplatz von Kaltern.

Mit Bäuchen voll Eis und Kofferräumen voller Wein / Schuhe / Handtaschen / Spielzeug ging es dann wieder zurück nach Molveno.

Abends gab es im Hotel eine Live-Schaltung nach Augsburg, wo wir uns direkt beim Sponsor unserer Shirts bedanken konnten!

Im Anschluss daran konnten wir uns anhören, wie leise es in Italien ist, wenn die italienische Mannschaft ein Spiel verliert...

21.06.: Tag 3, Kurvenhatz zu den Erdpyramiden

Mit einer halben Stunde Verspätung ;-) starteten wir am Samstag unsere Tour. Das erste Zwischenziel war eine Tankstelle, wo wir nicht nur mit italienischen Spritpreisen, sondern auch mit der italienischen Tankprozedur an automatisierten Zapfsäulen konfrontiert wurden. Es ging aber alles gut aus und wir konnten unsere Tour in Richtung Monte Bodone fortsetzen.

Wir fuhren durch malerische Weinberge so lange es ging - und dann fuhren wir halt wieder zurück :-) (Straße gesperrt)

Nach einem kurzen Stoffwechselstopp am Monte Bondone ging es gleich weiter zum Mittagsziel - die Seniorenresidenz Pineta in Bedollo.

Dort gab es lecker Pasta mit Nachschlag und wir drückten nicht nur eifrig das Essen in uns hinein, sondern auch den Altersdurchschnitt der Gäste nach unten.

Nachdem wir uns die Beine am See vertreten hatten, ging die Tour weiter zu den Erdpyramiden von Segonzano. Als wir unten am Parkplatz standen und oben am Berg die erdigen Säulen sahen, gab es schon erste Diskussionen, ob wir da wirklich hinauf wollen. Bei 2 Euro Gruppentarif wollte dann aber keiner nein sagen.

Dies änderte sich nach zehn Minuten steilem Anstieg, und so schafften es lediglich zwei MX5-Fahrer bis ganz nach oben!! (Und die Besatzung eines Porsche)

Auf dem Rückweg stießen wir durch Zufall auf den Erbauer der Erdpyramiden, den gemeinen seganzonischen Erdpyramidenkäfer ;-)

Da die Zurückgebliebenen auf uns gewartet hatten, konnten wir in einer Kolonne wieder zurück zum Hotel fahren, um dort das Spiel unserer Mannschaft anzuschauen. Nachdem wir am Vorabend den Weizenvorrat noch vernichtet hatten, stand inzwischen wieder ausreichend Nachschub zur Verfügung.

22.06.: Heimreise

Ein ausgiebiges Frühstück, Gepäck ins Auto, ein letzter Blick auf den See: die Heimreise steht an!

Beim Auschecken nochmals eine positive Überraschung, was das Hotel betrifft: die Getränke sind deutlich billiger, als man das in italienischen Touristengebieten erwarten würde.

An diesem Morgen gab es wieder einen Tankstopp, ein letztes Mal die italienischen Spritpreise genießen!

Dann ging es auf dem selben Wege wie bei der Hinreise übers Gampenjoch zum Timmelsjoch und weiter zum Brückenwirt. Auf der Abfahrt zum Timmelsjoch entstand noch ein wunderbares Gruppenbild aller Autos vor einer tollen Kulisse, klasse Idee Jens! (der übrigens zwei Mal die Böschung hochklettern musste)

Die Mittagspause in Zwieselstein nutzte Mögsi zur endgültigen Klärung seiner dunklen Vergangenheit und konnte endlich mit ihr abschließen.

Nach einer ordentlichen Stärkung beim Brückenwirt - wo wir endlich zu einer Pizza kamen - ging es weiter Richtung Norden. Bis Nassereith verlief die Reise gut; alles weitere ist ein Fall fürs

Bonusmaterial: ca. eine Stunde Zeitverlust

Kurz nach Nassereith hörten wir es im Radio: Stau auf dem Fernpass, ca. eine Stunde Zeitverlust. Keinen Kilometer später standen wir auch schon drin im Stau.

Am Anfang ging es immer wieder mal ein kleines Stückchen weiter, aber dann ging gar nichts mehr. So standen wir, stiegen aus, unterhielten uns, bis es plötzlich wieder weiterging.

Es ging recht schnell wieder flüssig weiter und es gab keinerlei Hinweise auf die Ursache des Staus, weder im Radio noch auf bzw. neben der Strecke.

Einigermaßen erschöpft verabschiedeteten wir uns voneinander kurz vor Garmisch und nach und nach löste der Konvoi sich auf und alle kamen wieder heil nach Hause.